Polytechnische Universität Tomsk
 
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Wissenschaftsschulen

Gründungsgeschichte der wissenschaftlichen Einrichtungen an der Polytechnischen Universität

Das technologische Institut Tomsk wurde 1896 als Institut für praktische Ingenieurwissenschaftler gegründet. Es war das erste technische Institut jenseits des Urals und blieb lange Zeit das einzige auf dem großen Territorium der asiatisch-pazifischen Region Rußlands.

Unter den ersten Professoren des Instituts waren berühmte Chemiewissenschaftler: H.Ì. Êishner, der die Methode der Kohlenhydratgewinnung entwickelte, die in der Wissenschaft als “Kishner-Methode” bekannt ist. Professor E.W. Biron entdeckte die zweite Periodizität des mendeljevschen Gesetzes. D.I. Mendelejev selbst nahm aktiv an der Institutsgründung, besonders an der Einrichtung seiner Abteilung für Chemie teil. Im Institut arbeitete außerdem Professor B.P. Weinberg, der den Erdmagnetismus untersuchte und der die Tomsker Physikschule für festen Körper gründete. In den weinbergschen Labors forschte der spätere Nobelpreisträger im Bereich der physikalischen Chemie H.H. Semjenov.

Von Professoren Ò.I. Tichonov, N.W. Gutowsky und H.P. Tschishewsky wurde die Grundlagenforschung in den Bereichen der Metallkunde, Metallurgie, Physik der Metalle durchgeführt. Von W.A.Obrutschev und Ì.À. Usov wurde eine bedeutende berg-geologische Schule Sibiriens gegründet. Ihre Schüler sind prominente Geologen geworden, wie: Ì.Ê. Êîrowin, der die industriellen Erdölvorräte in Sibirien prognostizierte; Ê. Gabunija, Gründer der georgischen Schule für Geologie; Ê.I. Satpajev, Organisator und erster Präsident der Akademie der Wissenschaftler Kasachstans.

Im Laufe der ersten Jahrzehnten in der Geschichte der Polytechnischen Universität Tomsk wurden von den angesehenen Wissenschaftlern Rußlands und der Sowjetunion die wissenschaftlichen Einrichtungen gegründet, die die bestimmende Rolle in der Universitätsbildung als führendes wissenschaftlich - ausbildendes Zentrum Rußlands gespielt haben. Zu den ältesten wissenschaftlichen Einrichtungen gehören:

  • Geologie Sibiriens, Prognostizieren, Suche und Schürfung von Bodenschatzvorkommen, Bergwesen – gegründet von den Professoren A.W. Obrutschev und A.M. Usov;
  • Chemie und chemische Technologie – gegründet von Professor Í.Ì. Êishner;
  • Sibirische Schule für Elektrotechnik – gegründet von Professor À.À. Potebnja;
  • Theorie der Mechanismen und Maschinen, Widerstandsfähigkeit der Stoffe - gegründet von Professor I.I. Babarykov;
  • Wirtschaftliche Voraussetzungen für die Produktivkräften Sibiriens - gegründet von Professor Ì.Í. Sobolev;
  • Metallkunde, thermische Materialienbearbeitung - gegründet von den Professoren T.I.Tichonov und H.W. Gutowsky;
  • Wärmeenergiesysteme auf der Basis des kombinierten Produzierens von Elektroenergie und Wärme in Sibirien - gegründet von Professor I.H.Butakov;
  • Chemie und Silikatentechnologie - gegründet von Professor I.F. Ponomarjev;
  • Natur- und Synthesebrennstoffe, Technolgie- und Gewinnoptimierung - gegründet von Professor I.W. Gebler;
  • Untersuchung der wärmephysikalischen Stoffeigenschaften - gegründet von Professor G.I.Fux;
  • Metallschneiden - gegründet von Professor À.Ì. Rosenberg;
  • Langstreckenenergieübertragung - gegründet von Professor W.K. Schtscherbakov;
  • Entwicklung des Relaischutzes von elektroenergischen Systemen - gegründet von Professor I.D. Êutjawin;
  • Kernphysik und Beschleunigungstechnik - gegründet von Professor A.K. Worobjev;
  • Kerntechnik und Technologie der Kernbrennstoffe - gegründet von Professor A.K. Worobjev;
  • Physik und Technik der elektroisolierten Stoffe und radioaktive Physik - gegründet von Professor A.K. Worobjev;
  • Physik der festen Körper - gegründet von Professor A.K. Worobjev;
  • Hochvoltimpulstechnik und Technologien - gegründet von Professor A.K. Worobjev;
  • Theorie und Praxis der elektrochemischen Methoden für Stoffanalyse - gegründet von Professor A.G. Stromberg.

Das erste russische Automobil “Russobalt” wurde von Dmitrij Bondarev, der erste Traktor von Ì. Òåràssàturov entwickelt. D. Bondarev war Baumeister und Direktor des Werkes für Automobile in Moskau, Ì.Òåràssàturov – Direktor des Putilowsker Werkes in Petersburg.

An der Polytechnischen Universität Tomsk wurde der erste elektrische Weg auf dem magnetischen Kissen (Polster, Drucklager); der erste Turbinenbohrer, der das Erdölwesen revolutionierte; der erste russische Betatron und der erste Motor-Gasgenerator entwickelt.

Der Absolvent der mechanischen Einrichtung Ì.À. Êàpåljuschnikov, korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften der Sowjetunion war der Entdecker des ersten Turbinenbohres für die Erdölgewinnung. À.P. Ìàlyschev, der sein Leben dem Untersuchen von Maschinenbau-Gesetzen widmete, entdeckte die Formel, die als „Malyschev-Formel“ bekannt ist.

An der Polytechnischen Universität Tomsk studierten die weltberühmten Entwickler der Hubschrauber des Typs KA und MI (Í.I. Kamov und Ì.L. Mil).

Die Kühnheit des Universitätsabsolventen Í.W. Nikitin hat ihren Ausdruck in solchen Einrichtungen, wie dem landesweit ersten Hochgebäude der Moskauer Universität, dem Ostankin-Fernsehturm und dem berühmten Stadion in Lushniki gefunden. Mit der Polytechnischen Universität Tomsk sind die Namen von G.I. Nosov (Direktor von Magnitka); von Ì.Ê.Êîrîvin (seine Arbeiten bildeten den Anlaß für die Beginnung der Erdölförderung in Sibirien), von Í.Í.Urwanzev (Gründer der Stadt Norilsk), von À.À. Worobjev, (Gründer der neuen wissenschaftlichen Einrichtungen und Abteilungen in allgemeiner und angewandter Physik), verbunden.

Die Wissenschaftler und Absolventen des Instituts nahmen aktiv an der Projektierung, dem Bau und der Inbetriebnahme der wichtigsten Betriebe Sibiriens teil: Kusnezker Metallurgischer Betrieb, Bergwerke und Erzgruben in Kusbass, Werke in Novosibirsk, im Ural und im Fernen Osten, sowie an den Entdeckungen, Entwicklungen und der Förderung der sibirischen Bodenschätze. Heute sind fast alle Leiter und die Mehrheit der prominenten Fachleute in großen wissenschaftlich-betrieblichen Organisationen, Industriewerken, sowie viele Hochschulerektoren und Direktoren der Forschungsinstitute Sibiriens die Absolventen der Polytechnischen Universität und ihrer wissenschaftlichen Einrichtungen.

Die Wissenschaftler und Absolventen des Instituts nahmen aktiv an der Projektierung, dem Bau und der Inbetriebnahme der wichtigsten Betriebe Sibiriens teil: Kusnezker Metallurgischer Betrieb, Bergwerke und Erzgruben in Kusbass, Werke in Novosibirsk, im Ural und im Fernen Osten, sowie an den Entdeckungen, Entwicklungen und der Förderung der sibirischen Bodenschätze. Heute sind fast alle Leiter und die Mehrheit der prominenten Fachleute in großen wissenschaftlich-betrieblichen Organisationen, Industriewerken, sowie viele Hochschulerektoren und Direktoren der Forschungsinstitute Sibiriens die Absolventen der Polytechnischen Universität und ihrer wissenschaftlichen Einrichtungen. Die Universität hat einen großen Einfluß auf die Entwicklung der Ausbildung, Wissenschaft und Fachkräfteausbildung in verschiedenen Staaten der asiatisch-pazifischen Region ausgeübt: Kasachstan, Usbekistan, Kirgisien, Tadshikistan, Turkmenistan, sowie Georgien, Aserbaidshan und Armenien. Auf der Basis einiger Fakultäten, Lehrstühle und Fächer der Polytechnischen Universität Tomsk wurden mehr als 20 selbständige Hochschulen in Moskau, Novosibirsk, Omsk, Tomsk, Krasnojarsk, Irkutsk, Kemerovo, Barnaul, Tschita, Chabarovsk und anderen Städten eröffnet.

Ihrem Wesen nach hat die Polytechnische Universität Tomsk entscheidend auf die Entwicklung der technischen Hochschulen auf dem Territorium von Ural bis zum Pazifischen Ozean eingewirkt.

 

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